Wer oder was ist die Galapa?
Die Galapa ist ein Gebiet auf der Grenze zwischen Solingen und Burg an der Wupper. Zwar ist Burg mittlerweile ein Stadtteil Solingens, aber zur besseren Erklärung trenn ich es.
Meinen Informationen zufolge war die Galapa eine keltische Ringwallsiedlung, die ca. 500 nach Christus gegründet wurde. Die Gründer kamen höchstwahrscheinlich aus Wallonien (Belgien), was sich am Namen ableiten läßt. Aber dazu später mehr.
Wer heute das Gelände betritt, sieht ...... nichts. Oder jedenfalls nichts Spektakuläres. Man muss schon genau hinsehen, um andeutungsweise die Wälle zu erkennen. Eigentlich weist außer einem Schild mit dem Namen nichts darauf hin, dass sich hier eine alte Siedlung befinden soll.
Ich habe das Gebiet der Galapa großzügig eingekreist, damit man sich überhaupt mal eine Vorstellung davon machen kann. Der für mich interessanteste Teil ist der in der Mitte, mit den drei riesigen Rotbuchen, die man deutlich erkennen kann.
Entdeckt wurde sie in den 50er Jahren, als ein Bauer beim Pflügen metallische Gegenstände fand. Die Grabungen, die daraufhin angestellt wurden, führten jedoch zu keinen großartigen Funden, so dass die Archäologen schnell das Interesse verloren und die ganze Sache in die Kategorie "unwichtig" abschoben. Man muss natürlich auch bedenken, dass Anfang der 50er Jahre die Kassen für derartige Grabungen leer waren. Also im Prinzip genau wie heute.
Der Bergische Geschichtsverein stellte danach eine Zeitlang eigene Grabungen an, konnte aber auch nichts Außergewöhnliches finden, was das mögliche Interesse der Archäologen geweckt hätte.
Zur Zeit bin ich damit beschäftigt, im Stadtarchiv Berichte und Unterlagen aus dieser Zeit zu suchen, um bessere Angaben machen zu können.
Um es kurz zu machen, die Galapa ist eigentlich vollkommen uninteressant. Trotzdem aber interessieren mich die Hintergründe über das, was einmal war.
Ein paar Informationen habe ich natürlich schon, die ich hier auszugsweise niederschreiben möchte:
"...Seit Beginn des 2. Jahrhunderts nahm die Niederschlagsmenge zu, und das Bergische Land überzog sich mit dichtem Buchenwald. Diese Bewaldung unterbrach die Besiedelung bis in das Mittelalter karolingisch-ottonischer Zeit.
Aus dieser Zeit zwischen Vorgeschichte und Geschichte stammt die ausgedehnte Burgwallanlage der Galapa. Sie gehört seit langem zu Burg, lag aber im Kirchenspiel Solingen. Sie darf zeitlich mit den anderen gleichartigen Anlagen im Bergischen gesehen werden, die im 9./10. Jahrhundert errichtet worden sein sollen.
Bisher hat nur eine kurze orientierende Versuchsgrabung stattgefunden. Die Galapa hat mit einer Länge von 600m eine bedeutende Ausdehnung auf dem Südostende des Krahenhöher-Burger-Rückens. Gegen die Solinger Seite hin ist sie durch einen etwa 180m langen Vorwall abgeschlossen; der Innenwall ist etwa 65m lang und 18m breit.
Solch eine ausgedehnte Anlage setzt das Vorhandensein einer bereits zahlreichen Bevölkerung voraus, die man auf der Solinger Seite suchen muss.
Der Name Galapa ist geschichtlich nicht belegt, sondern nur mundartlich überliefert aus dem 19. Jahrhundert mit "op der Jallepa". Manche halten ihn für jung; die Deutung im Zusammenhang mit dem über diese Anlage hinwegführenden Reiterpfad ist nicht überzeugend.
Tritt man philologisch an dieses Wort heran, so findet man einen Hinweis in dem wallonischen Wort "gallope", dem das althochdeutsche Wort "jal" gleich "jäh" zugrunde gelegt ist. Wallonisch gallope hat die selbe Bedeutung wie Jagenberg, auf dessen Gelände die Galapa liegt.
An wallonische Einflüsse zu denken, ist gar nicht so abwegig, wie es scheinen mag. Besitzer von Buchenhofen (heutiger Standort der Wuppertaler Kläranlage) waren 1193 der Edelherr Wilhelm von Limburg und der Abt des Klosters Floreffe bei Nawur. Beide Besitzer stammten aus der Landschaft Wallonien."
aus: Solingen - Geschichte einer Stadt (1. Band), Heinz Rosenthal, Walter Braun Verlag, Duisburg, 1973, ISBN 3-87096-102-3
Fällt Euch was auf? Mir schon. Die Informationen, die ich bislang erhalten habe, weichen stark von dem o.a. Buchzitat ab, vor allem, was die Jahreszahlen angeht.
Nun, wir werden sehen. Noch fehlen mir die Unterlagen. Aber sobald ich Genaueres weiß, werde ich es hier hin setzen.
Meinen Informationen zufolge war die Galapa eine keltische Ringwallsiedlung, die ca. 500 nach Christus gegründet wurde. Die Gründer kamen höchstwahrscheinlich aus Wallonien (Belgien), was sich am Namen ableiten läßt. Aber dazu später mehr.
Wer heute das Gelände betritt, sieht ...... nichts. Oder jedenfalls nichts Spektakuläres. Man muss schon genau hinsehen, um andeutungsweise die Wälle zu erkennen. Eigentlich weist außer einem Schild mit dem Namen nichts darauf hin, dass sich hier eine alte Siedlung befinden soll.

Ich habe das Gebiet der Galapa großzügig eingekreist, damit man sich überhaupt mal eine Vorstellung davon machen kann. Der für mich interessanteste Teil ist der in der Mitte, mit den drei riesigen Rotbuchen, die man deutlich erkennen kann.
Entdeckt wurde sie in den 50er Jahren, als ein Bauer beim Pflügen metallische Gegenstände fand. Die Grabungen, die daraufhin angestellt wurden, führten jedoch zu keinen großartigen Funden, so dass die Archäologen schnell das Interesse verloren und die ganze Sache in die Kategorie "unwichtig" abschoben. Man muss natürlich auch bedenken, dass Anfang der 50er Jahre die Kassen für derartige Grabungen leer waren. Also im Prinzip genau wie heute.
Der Bergische Geschichtsverein stellte danach eine Zeitlang eigene Grabungen an, konnte aber auch nichts Außergewöhnliches finden, was das mögliche Interesse der Archäologen geweckt hätte.
Zur Zeit bin ich damit beschäftigt, im Stadtarchiv Berichte und Unterlagen aus dieser Zeit zu suchen, um bessere Angaben machen zu können.
Um es kurz zu machen, die Galapa ist eigentlich vollkommen uninteressant. Trotzdem aber interessieren mich die Hintergründe über das, was einmal war.
Ein paar Informationen habe ich natürlich schon, die ich hier auszugsweise niederschreiben möchte:
"...Seit Beginn des 2. Jahrhunderts nahm die Niederschlagsmenge zu, und das Bergische Land überzog sich mit dichtem Buchenwald. Diese Bewaldung unterbrach die Besiedelung bis in das Mittelalter karolingisch-ottonischer Zeit.
Aus dieser Zeit zwischen Vorgeschichte und Geschichte stammt die ausgedehnte Burgwallanlage der Galapa. Sie gehört seit langem zu Burg, lag aber im Kirchenspiel Solingen. Sie darf zeitlich mit den anderen gleichartigen Anlagen im Bergischen gesehen werden, die im 9./10. Jahrhundert errichtet worden sein sollen.
Bisher hat nur eine kurze orientierende Versuchsgrabung stattgefunden. Die Galapa hat mit einer Länge von 600m eine bedeutende Ausdehnung auf dem Südostende des Krahenhöher-Burger-Rückens. Gegen die Solinger Seite hin ist sie durch einen etwa 180m langen Vorwall abgeschlossen; der Innenwall ist etwa 65m lang und 18m breit.
Solch eine ausgedehnte Anlage setzt das Vorhandensein einer bereits zahlreichen Bevölkerung voraus, die man auf der Solinger Seite suchen muss.
Der Name Galapa ist geschichtlich nicht belegt, sondern nur mundartlich überliefert aus dem 19. Jahrhundert mit "op der Jallepa". Manche halten ihn für jung; die Deutung im Zusammenhang mit dem über diese Anlage hinwegführenden Reiterpfad ist nicht überzeugend.
Tritt man philologisch an dieses Wort heran, so findet man einen Hinweis in dem wallonischen Wort "gallope", dem das althochdeutsche Wort "jal" gleich "jäh" zugrunde gelegt ist. Wallonisch gallope hat die selbe Bedeutung wie Jagenberg, auf dessen Gelände die Galapa liegt.
An wallonische Einflüsse zu denken, ist gar nicht so abwegig, wie es scheinen mag. Besitzer von Buchenhofen (heutiger Standort der Wuppertaler Kläranlage) waren 1193 der Edelherr Wilhelm von Limburg und der Abt des Klosters Floreffe bei Nawur. Beide Besitzer stammten aus der Landschaft Wallonien."
aus: Solingen - Geschichte einer Stadt (1. Band), Heinz Rosenthal, Walter Braun Verlag, Duisburg, 1973, ISBN 3-87096-102-3
Fällt Euch was auf? Mir schon. Die Informationen, die ich bislang erhalten habe, weichen stark von dem o.a. Buchzitat ab, vor allem, was die Jahreszahlen angeht.
Nun, wir werden sehen. Noch fehlen mir die Unterlagen. Aber sobald ich Genaueres weiß, werde ich es hier hin setzen.

