Frauenkleidung in der Hallstattzeit
Die Frauenkleidung der Hallstattzeit unterscheidet sich zu der La Téne zeitlichen Kleidung durch Länge und dem Aufkommen des Chitons in der La Téne Zeit. Hallstattzeitliche Frauenkleidung, besteht aus einem Kleid, das bis zu den Knien oder bis unter die Waden reichen kann und oft vorne am Hals mit einer Fibel geschlossen wird.


Chiton
Der Chiton gleicht in Schnitt und Trageweise dem Chiton der Männer, nur dass er erheblich länger ist. Wie bei den Männern wird eine Stoffbahn auf beiden Schultern gefiebelt und durch einen Gürtel zusammengerafft.

Kleiderschnitt
Auch der Kleiderschnitt entspricht dem Tunikaschnitt der Männer bzw. unseren heutigen Pullovern, abgesehn von der Länge natürlich.

Wie bei der Tunika wird die Stoffbahn in der Mitte gefaltet, so das sie doppelt liegt. Als Vorlage dient ein Hemd oder Bluse, die gut passt. Sie sollte sogar ein wenig zu groß sein. Bitte nehmt keine Hemden aus Stretchstoffen (oder T- Shirts), weil sie eure tatsächlichen Maße erheblich beeinflussen! Das Hemd wird ebenfalls in der Mitte gefalten und so auf den Stoff gelegt, dass die beiden gefalteten Stellen (Stoffbruch) aufeinander liegen.

Mit einer Nahtzugabe von 8-10 cm schneidet ihr um das Hemd herum aus (rote Linie), wobei ihr zum Saum hin immer weiter werdet. Nutzt dabei die ganze Stoffbreite aus. Bedenkt die unterschiedlichen Längen der Kleider. Habt ihr das Kleid ausgeschnitten, wird es noch einmal auf die Stoffbahn gelegt und diesmal OHNE Nahtzugabe ein weiteres mal ausgeschnitten, wobei ihr wie beim ersten Mal die Stoffbrüche wieder aufeinander legt. Die Ärmel schneidet ihr genau so aus, nur dass sie nicht am Stoffbruch liegen müssen (siehe Zeichnung).
Habt ihr alles richtig gemacht, sieht euer Kleid nun wie folgt aus:

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Quellenangabe:
Sabine Wolfram "Kleider machen Leute"
Kaurs Kostümbuch
Emma v. Sichart "Praktische Kostümkunde" Teil 1
Erika Thiel "Geschichte der Kostümkunde"
Unterlagen der Gruppen Odins Drachen und Janfara und Sölutork und der NFPS


